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Traumapädagogische Familienhilfe

Leitbild

Die traumapädagogische Familienhilfe (TPFH) unterscheidet sich von der sozialpäda­gogischen Familienhilfe durch expliziten Einbezug von traumabezogenem Material in Diagnostik und in der konkreten Hilfestellung.

Grundlage dieses Konzeptes sind die Erkenntnisse von Psychotraumatologie, System­theorie, Neurophysiologie, Bindungsforschung und der Psychoanalyse.

Die Trennung von sozialpädagogischer Familienhilfe/systemische Beratung und Bewäl­tigung von traumatischen Ereignissen in der Therapie wird den betroffenen Familien nicht gerecht und entspricht nicht den zu lösenden Aufgaben in der Familie. Zudem negiert eine ausschließliche Konzentration auf den therapeutischen Bereich in der Traumabearbeitung die vielen Möglichkeiten der Pädagogik und der Unterstützung des Systems im Lebens­alltag und verzögert eine umfassendere Korrektur von behindernden traumaspezifischen Einstellungen und Erwartungen.

Trauma ist auch eine Systemstörung, die durch Traumabearbeitung und Integration auf der miteinander gekoppelten intra- und interpersonellen Systemebene gelöst werden kann. (vgl. Nijenhuis 2008)

Die Diagnostik verstehen wir als interaktiven Prozess, der bereits die Chance der das Trauma korrigierenden Veränderung in sich trägt. Es geht um pädagogische und systemi­sche Interventionen, die der psychischen und sozialen Stabilisierung traumatisierter Kinder dienen und sie bei der Entwicklung eines positiven Selbstbildes stärken; um Interven­tionen, die ihre Eigeninitiative fördern, die Möglichkeiten der Selbstkontrolle erhöhen, Iso­lation aufheben und ihnen den Zugang zu Bildung ermöglichen.

Es geht um ein sozialpädagogisches Handeln, das Eltern unterstützt traumareaktive Mus­ter im System zu erkennen, traumabezogene Verhaltensweisen von sich und ihren Kin­dern zu verstehen und den Zugang zu den Selbstgestaltungsfähigkeiten der Familie zu ermöglichen.

Die trauma(sozial)pädagogische Haltung

Traumapädagogik ist mehr als eine pädagogische Methode, sie ist vielmehr eine pädago­gische Bewegung. Die Betroffenen stellen einen wesentlichen Teil der Lösung dar, aktiv und auf Augenhöhe. Da Macht und Ohnmacht, Hierarchie und Willkür wesentlicher Be­standteil von Traumaerfahrungen sind, halten wir es für notwendig, Macht- und Hier­archiestrukturen durch die transparente Übernahme von Verantwortung zu ersetzen.

Die Methoden, Techniken und Übungen, mit denen die traumapädagogische Familienhilfe (TPFH) versucht, lebensgeschichtlich belastet Menschen bei der Verbesserung ihrer Le­bensqualität zu unterstützen, werden ständig weiterentwickelt und überprüft.

Für ausführlichere Informationen, setzen Sie sich bitte mit unserem Büro in Verbindung

Zentrum für TraumaPädagogik
Ulanenplatz 6
63452 Hanau

Telefon: 06181 - 1800746 (Montag - Donnerstag 09:00 - 15:00 Uhr)

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